letztes Update: 16.04.201765

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  Gift Gefahr f√ľr Waldi und Co. in Haus und Garten
"Was dem Herrchen bek√∂mmlich ist, kann dem Tier nicht schaden‚ÄĚ ‚Äď ein Irrtum, wie mancher Tierhalter erkennen mu√ü. In der Wohnung und im Garten lauern viele Gefahren, die selbst Tier√§rzten nicht immer gel√§ufig sind. ZDF.Umwelt nennt die wichtigsten.
                                                     (27.09.2002)

 

Gift f√ľr Haustiere
Viele Pflanzen sind f√ľr Tiere giftig

Zahlreiche Haustiere sterben Jahr f√ľr Jahr an Vergiftungen. Sie schlucken arglos Medikamente, Rattengift oder Insektizide. Rund ein Viertel der Todesf√§lle geht aber auf Pflanzen zur√ľck, an denen sie herumgekaut haben und die wir als harmlos einsch√§tzen. Sie enthalten aber Stoffe, die f√ľr Tiere unter Umst√§nden t√∂dliche Nebenwirkungen haben. Einige beliebte Zimmerpflanzen geh√∂ren dazu, aber auch im Garten w√§chst so manches, was dem tierischen Haus- genossen gef√§hrlich werden kann.

 

 

 

 

Vorsicht bei Zimmerpflanzen!
Giftig f√ľr Haustiere sind unter anderem folgende Gew√§chse:

 

 

 

Dieffenbachia

 

 

 

 

 

 

Pflanze

Wissenschaftlicher Name

Giftigkeit

Baumfreund/Baumlieb

Philodendron

giftig +

Schweigstock, Schweigrohr, Giftaron

Dieffenbachia

sehr stark giftig +++

Feigenbaumarten wie Benjamini, Gummibaum

Ficus

giftig +

Fensterblatt

Monstera deliciosa

giftig +

Weihnachtsstern

Euphorbia Pulcherrima

schwach giftig (+), selten stark giftig

Vorsicht bei Zierpflanzen!
Auch im Garten ist das Haustier vor Gift nicht gefeit. Gef√§hrlich f√ľr Tiere sind unter anderem:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pflanze

Wissenschaftlicher Name

Giftigkeit

Alpenveilchen

Cyclamen persicum

giftig +

Bitters√ľ√üer Nachtschatten

Solanum dolcam

stark giftig ++

Eibe

Taxus baccata

stark giftig ++

Fingerhut

Digitalis purpurea

sehr stark giftig +++

Goldgelbe Alpenrose/Sibirische AlpenroseAzalee

Rhododendron

schwach giftig (+) bis stark giftig ++

Holunder

Sambucus nigra

schwach giftig (+)

Immergr√ľner Buchsbaum

Buxus sempervirens

stark giftig ++

Lilien

Amaryllis belladonna

stark giftig ++

Maiglöcken

Convallaria majalis

sehr stark giftig +++

Oleander

Nerium oleander

sehr stark giftig +++

Osterglocke

Narcissus pseudonarcissus

giftig +

Rizinus

Ricinus communis

sehr stark giftig +++

Schwarzer Nachtschatten

Solanum nigrum

stark giftig ++

Trompetenbaum

Datura suaveolens

sehr stark giftig +++

Wandelröschen

Lantana camara

giftig +

 

 

 

 

 Vergiftungsanzeichen und Gegenma√ünahmen
Die Symptome sind unterschiedlich. Oft leiden die Tiere unter Erbrechen und Durchfall. Es k√∂nnen aber auch die typischen Schocksymptome auftreten: Kreislaufprobleme, L√§hmungen und √Ąhnliches. Ob ein Tier nach dem Kauen giftiger Pflanzen in Gefahr ist, h√§ngt auch von der Menge ab, die es gefressen hat. Ein gro√ües und schweres Tier kann gr√∂√üere Mengen "vertragen" als ein kleines, leichtes. So schadet der Biss in ein Weihnachtsstern-Blatt einer Katze nicht, mehrere Bl√§tter allerdings k√∂nnen gef√§hrlich werden.
Handelt es sich um eine leichte Vergiftung, kurieren sich die Tiere selbst. Bei einem schweren Fall m√ľssen sie sofort zum Tierarzt gehen. Er kann zwar nur in den wenigsten F√§llen ein Gegengift verabreichen (zum Beispiel bei Rizinus- und Oleander-Vergiftung), er wird aber die Symptome behandeln. Sie sollten in jedem Fall ein St√ľck der gefressenen Pflanze mitnehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vergiftung durch Lebensmittel
Nicht nur Pflanzen, auch Nahrungsmittel, die f√ľr den Menschen unproblematisch sind, k√∂nnen f√ľr Haustiere zur Todesfalle werden.
Beispiel Zwiebel: Die Schwefelverbindungen in der Zwiebel zerst√∂ren die roten Blutk√∂rperchen der Tiere. Eine mittelgro√üe Zwiebel kann f√ľr einen f√ľnf Kilogramm schweren Hund t√∂dlich sein.
Beispiel Avocado: Warum die Frucht f√ľr Tiere giftig ist, wei√ü man nicht. Giftig ist nicht nur das Fruchtfleisch sondern auch der Kern.
Beispiel Kakao:
Das darin enthaltene Theobromin f√ľhrt zu Herzversagen. Die t√∂dliche Dosis liegt bei 100 Milligramm pro Kilogramm K√∂rpergewicht. Doppelt so viel ist schon in einer Tafel Vollmilchschokolade enthalten. Ein Pekinese k√∂nnte daran zugrunde gehen.
Beispiel Schweinefleisch: Roh kann es gef√§hrlich werden. Es enth√§lt oft das Aujetzki-Virus, ein f√ľr den Menschen unproblematisches Herpesvirus, das f√ľr Hunde (und auch Frettchen) t√∂dlich und f√ľr viele andere Tiere gef√§hrlich ist. Deshalb sollte das Fleisch vor der Verf√ľtterung erhitzt werden.
Beispiel Milch: Katzen werden oft damit gef√ľttert. Bek√∂mmlich ist sie f√ľr die Tiere aber nicht. Erbrechen und Durchfall sind h√§ufig die Folge. F√ľllen Sie deshalb Wasser in den Trinknapf.

 

 

 

Besorgen Sie sich Informationsmaterial:

 

Weitere Informationen Giftpflanzendatenbank f√ľr die Veterin√§rmedizin vom Institut f√ľr Veterin√§rpharmakologie und -toxikologie der Universit√§t Z√ľrich. Die Giftpflanzendatenbank

ist ab Januar 2003 auch als CD-Rom erh√§ltlich. Der Datentr√§ger kostet Euro 70,00 gegen Rechnung und ist erh√§ltlich √ľber folgende Adresse:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brosch√ľre: Bundesinstitut f√ľr gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterin√§rmedizin (bgvv): "Giftige Pflanzen im Wohnbereich und in freier Natur". (1999) ISBN 3-931675-36-X. Erh√§ltlich f√ľr Euro 5,00 gegen Rechnung beim bgvv,
Thielallee 88 - 92
14195 Berlin
Tel.: 030 / 84 12 - 0
Fax: 030 / 84 12 - 49 70
Infos zum BGVV  gibts auch √ľbers Internet.

 

 

 

 

Buch: S. Weileman u.a.: "Giftberatung Pflanzen". 2. Aufl. Eschborn 2000, Preis: Euro 15.00

 

 

 

 

Giftnotrufe:
* Informationszentrale gegen Vergiftungen der Universität Bonn
Tel.: 0228 / 192 40
Fax: 0228 / 287 33 14
Infos der Giftzentrale Bonn  gibt es auch √ľber die Homepage.

* Giftnotruf der Universität Mainz:
Tel.: 06131 / 19240 oder 232466 (Infoline)
Auch die Giftinfo Mainz  ist √ľber Internet erreichbar.

 

© Quelle: ZDF.de ‚Äď Gift f√ľr Haustiere ‚Äď von Carmen Peter


Ernährungsbedingte Erkrankungen (II)
Gift f√ľr Hunde

Ernährungsbedingte Erkrankungen II

In der letzten Folge haben wir die bedeutendsten Ursachen ern√§hrungsbedingter Erkrankungen besprochen: N√§mlich die √úberversorgung mit Energie und Bewegungsmangel und dem hieraus folgenden √úbergewicht der betroffenen Hunde. In der vorliegenden Folge sollen nun weitere Ern√§hrungsfehler vorgestellt werden, die die Gesundheit des Hundes beeintr√§chtigen, seine Leistungsf√§higkeit verringern und seine Lebensdauer verk√ľrzen k√∂nnen. Das Auftreten solcher Folgen ist um so bedauerlicher, da sie in vielen F√§llen bei vorausschauender und gewissenhafter Ern√§hrung vermeidbar sind. Zum Beispiel durch den Einsatz hochwertiger, artgerecht zusammengesetzter Vollnahrungen.

Menschliche Nahrungsmittel k√∂nnen Gift f√ľr Hunde sein

Menschliche Nahrungsmittel sind, wie die folgenden Beispiele zeigen, oftmals f√ľr die Ern√§hrung von Hunden untauglich. Und zwar nicht nur, weil sie oft einseitig zusammengesetzt und arm an lebenswichtigen N√§hrstoffen sind, sondern weil sie in manchen F√§llen schlicht und einfach giftig wirken k√∂nnen. So sind z.B. N√ľsse f√ľr Hunde von Nachteil, da sie einen hohen Phosphorgehalt haben und deswegen leicht zu Blasensteinen oder St√∂rungen des Knochenstoffwechsels f√ľhren k√∂nnen. Waln√ľsse sind sogar giftig. Zwiebeln, besonders rohe, f√ľhren bei Hunden zu Blutarmut, da ihre Inhaltsstoffe die roten Blutk√∂rperchen zerst√∂ren (Blutarmut). Andere Nahrungsmittel, wie z.B. H√ľlsenfr√ľchte f√ľhren durch ihren sehr hohen Faser- und Eiwei√ügehalt zu √úberaktivit√§t der Darmbakterien. Dies kann Bauchkr√§mpfe und eine unangenehm gesteigerte Darmwinde ("Flatulenz") bewirken. Zudem enthalten manche H√ľlsenfr√ľchte Fermenthemmstoffe, die die Eiwei√üverdauung behindern (z.B. Sojabohnen). Alle fleischhaltigen Nahrungsmittel vom Essenstisch, aber auch K√§se und Essensreste, sollten ebenfalls nicht einem Hund verf√ľttert werden, da ihre Zusammensetzung nicht seinen N√§hrstoffbed√ľrfnissen entspricht. Stark gesalzene Nahrung (gesalzenes Fleisch oder Fisch), Seewasser oder P√∂kellake k√∂nnen u.a. zu Bluthochdruck und Nierensch√§den f√ľhren. Schlie√ülich ist noch vor der Verf√ľtterung gebratener oder gegrillter Speisen, vor allem Fleisch, zu warnen: Der hohe Fettgehalt, Salz und Gew√ľrze sowie R√∂ststoffe sind f√ľr die Ern√§hrung von Hunden nicht geeignet!

Das National Research Council
aus: aus: Bubenzer, R.H.: Ernährungsbedingte Erkrankungen II. SV Zeitung, Augsburg: 4/1995.

Bei S√ľ√üigkeiten f√ľr Menschen gilt im allgemeinen: Sie sind f√ľr Hunde mehr als √ľberfl√ľssig, weil sie mit ihrem hohen Zuckergehalt zuviel Energie liefern und gleichzeitig arm an wichtigen N√§hrstoffen sind. Dies beinhaltet vor allem die Gefahr von √úbergewicht des Hundes. Einseitige F√ľtterung mit viel schokoladenhaltigen S√ľ√üigkeiten kann zu Vergiftungen (z.B. Krampfanf√§lle) durch das Schokoladengift Theobromin f√ľhren. Bei salzhaltigem Geb√§ck besteht hingegen die Gefahr von Bluthochdruck sowie Nierensch√§den. Besteht trotzdem der Wunsch, dem Hund zwischendurch, z.B. als Belohnung, "etwas Gutes" zu g√∂nnen, sind kleine "Leckereien" erh√§ltlich, die auf seine Ern√§hrungsbed√ľrfnisse zugeschnitten sind.

√úberversorgung mit Vitaminen - auch eine Vergiftung

Die √úberversorgung mit Vitamin A ist eine Folge von andauernder, √ľberm√§√üiger Aufnahme des fettl√∂slichen Vitamins. Dies kann durch eine zu gut gemeinte Gabe von Vitaminpr√§paraten bedingt sein, aber auch durch einseitige Verf√ľtterung von Vitamin A-haltigen Nahrungsbestandteilen, z.B. Fischleber√∂len. Folgen dieses Ern√§hrungsfehlers sind Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Gelenkschmerzen oder bleibende Gelenkknorpelsch√§den. Krankheitszeichen infolge zu hoher Vitamin D-Spiegel im K√∂rper ("Hypervitaminose D") sind bei einer artgerechten Ern√§hrung ebenfalls ausgeschlossen. Auch hier ist die √ľbereifrige Versorgung mit entsprechenden Vitaminzus√§tzen die h√§ufigste Ursache, wenn z.B. St√∂rungen im Verdauungstrakt, Appetitlosigkeit, gro√üer Durst oder √ľberm√§√üige Harnausscheidung in Folge der Hypervitaminose D auftreten. L√§ngerfristige Folgen sind vorzeitige Verkalkung der Knochen, evtl. t√∂dliche Nierensch√§den oder Kalkeinlagerungen in vielen Organen.

Rohes Fleisch schädigt die Gesundheit des Hundes

Bei der Versorgung mit Calcium ist nicht alleine die Calciummenge entscheidend, sondern auch das richtige Mengenverh√§ltnis von Calcium und Phosphor. Die h√§ufigste Folge eines Calciummangels und der hieraus resultierenden √úberfunktion der Nebenschilddr√ľsen sind Skelettsch√§den (Lahmheit, Haltungssch√§den, Laufprobleme, Knochenschmerzen, h√§ufige Knochenbr√ľche). √úbrigens: √úberm√§√üige und nicht artgerechte Versorgung mit Phosphor f√ľhrt zu genau den gleichen Krankheitszeichen. Die h√§ufigste Ursache ist eine einseitig zusammengesetzte Ern√§hrung auf der Basis rohen Fleisches. Dieses enth√§lt nicht nur zu wenig Calcium, sondern dar√ľber hinaus auch noch gro√üe Mengen an Phosphor. Beispiel: Mageres Rindfleisch enth√§lt pro 1,7 MegaJoule verdaulicher Energie nur rund 23 mg Calcium, aber 585 mg Phosphor (also ein Verh√§ltnis von 1 zu 25). Das gesundheitlich notwendige Verh√§ltnis von Calcium zu Phosphor betr√§gt jedoch 1,2 zu 1 (bis 2 zu 1). Mageres Fleisch d√ľrfte also nur zwischen 16 und 19 mg Phosphor enthalten, enth√§lt aber bis zu 37 mal mehr von diesem Mengenelement. Hinzu kommt, dass bei √ľberwiegender Verf√ľtterung fettarmen Fleisches (sowie Leber und Niere) eine Eiwei√ü√ľberversorgung m√∂glich ist. Fettreiches Fleisch wiederum kann zu einem Eiwei√ümangel f√ľhren. Schlie√ülich fehlen bei solch einseitiger Ern√§hrung faserreiche Ballaststoffe, die f√ľr die Darmbewegung und das Absetzen des Kotes unerl√§sslich sind. Fleisch ist also als alleiniges Futtermittel f√ľr Hunde keineswegs geeignet. F√ľr Wurstwaren gilt √§hnliches: Ihr hoher Fettanteil, bei gleichzeitig niedrigem Vitamin- und Mineralstoffgehalt, macht sie ungeeignet f√ľr die Ern√§hrung des Hundes; genauso wie der erw√§hnte hohe Salzgehalt. Innereien und Schlachtabf√§lle f√ľhren zwar weniger schnell zu ern√§hrungsbedingten Erkrankungen, sind aber dennoch nicht ern√§hrungsphysiologisch ausgewogen zusammengesetzt. Hinzu kommt, dass starke Schwankungen der N√§hrstoffkonzentrationen, z.B. bei Pansen, m√∂glich sind. Es gilt also: Eine einseitige Ern√§hrung mit Innereien und Schlachtabf√§llen ist zu vermeiden. Besser ist die Verwendung einer artgerecht zusammengesetzten Vollnahrung.

Krankheitserreger in der Nahrung

√úber Futter oder Wasser kann der Hund neben Parasiten, Bakterien und Viren auch Giftstoffe verschiedener Art aufnehmen. Zudem kann ein Hund - z.B. √ľber Giftk√∂der - eine Vergiftung bekommen. Im Zusammenhang mit der Ern√§hrung ist jedoch vor allem die Verwendung von keramischen Fress- und Wassern√§pfen mit Weichglasuren von Bedeutung. Diese enthalten oft bleihaltige Farbstoffanteile, die herausgel√∂st werden und in Nahrung und Trinkwasser gelangen k√∂nnen. Folge ist eine chronische Bleivergiftung.


aus:
Bubenzer, R.H.: Ernährungsbedingte Erkrankungen II. SV Zeitung, Augsburg: 4/1995.

In Futtermitteln tierischer Herkunft finden sich häufig Parasitenzwischenformen, also Wurmlarven (Finnen). Unter diesen haben die Bandwurmfinnen die größte Bedeutung. Sie finden sich in Schlachtabfällen vom Rind, besonders dem Bauchfell, Dickdarmaußenhaut und eventuell auch an den Vormägen. Die Finnen des dreigliedrigen Bandwurms kommen besonders in Lunge und Leber von Wiederkäuern (Rind, Schaf, Ziege) und Schweinen vor. Bandwurmfinnen sind aber auch in Kaninchen- und Hasenfleisch sowie in Mäusen und Ratten zu finden. Von den tierischen Einzellern (Protozoen) sind besonders die sog. Toxoplasmen und Sarkosporidien in (rohen) Futtermitteln tierischer Herkunft zu beachten: Toxoplasmen rufen z.B. Fieber, Gehirnerkrankungen und Schädigungen vieler lebenswichtigen Organe hervor.

Gefrorene Schlachtabfälle hoch belastet mit Salmonellen

Durch Bakterien in Futtermitteln wurden fr√ľher h√§ufig Erkrankungen wie Tuberkulose, Brucellose oder Milzbrand √ľbertragen. Milzbrandsporen und andere Erreger kommen immer wieder in importierten Futtermitteln vor. Salmonellen sind auf rohen Innereien, aber auch in Tiermehlen und Fischmehl recht h√§ufig zu finden. Untersuchungen zeigen, dass bis zu 6 % der im Handel befindlichen tiefgek√ľhlten oder gefrorenen Schlachtabf√§lle salmonellenverseucht sind. Viele Bakterien f√ľhren nicht selber zu Erkrankungen, sondern bewirken schwere Vergiftungen (Erbrechen, Durchfall) allein durch ihre Stoffwechselprodukte (Toxine). Diese Giftbildung kann im Verdauungstrakt passieren, aber auch schon in den verderbenden Nahrungsmitteln. Das bekannteste Beispiel ist die Verseuchung von Futtermitteln durch das Gift der Botulinusbakterien (Wurstvergifter), das Botulismus-Gift. Es z√§hlt zu den giftigsten und t√∂dlichsten Stoffen √ľberhaupt. Die letzte Gruppe von Krankheitserregern sind die Viren. Der Erreger der Aujeszkyschen Krankheit (Pseudowut) ist am wichtigsten, da sich der Hund bei der Aufnahme von kontaminiertem Material (Fleisch oder Schlachtabf√§lle - besonders vom Schwein) vermutlich bereits im Rachenraum infiziert und diese Erkrankung stets t√∂dlich verl√§uft. √Ąhnlich wie die Bakterien k√∂nnen auch Schimmelpilze, wie sie bei falscher Lagerung (feucht, warm) von Futtermitteln pflanzlicher Herkunft intensiv wachsen, Giftstoffe bilden, die sog. Mykotoxine. Von den √ľber 100 bekannten giftbildenden Pilzen spielt besonders der Pilz Aspergillus flavus eine wichtige Rolle. Er w√§chst auf √Ėlr√ľckst√§nden, aber auch Getreide und Getreideprodukten. Seinem Gift gegen√ľber, dem Aflatoxin, sind Hunde besonders empfindlich. Schon bei geringen Mengen im Futter werden bereits schwere Vergiftungen (Fressunlust, Erbrechen, Gelbsucht, Lebersch√§den, Absterben der Fr√ľchte, pl√∂tzliche Todesf√§lle) beobachtet. Neben Pilzen vermehren sich bei ung√ľnstigen Lagerungsbedingungen von Trockenfuttermitteln auch Milben und Insekten. Au√üer Futtermilben werden der Gemeine Speckk√§fer, bei h√∂heren Umgebungstemperaturen auch Reismehlk√§fer gefunden. Nach Aufnahme von Futtermitteln mit diesen Insekten bzw. Milben k√∂nnen Erbrechen und Durchf√§lle auftreten. Befallene Futtermittel sollten nicht mehr verf√ľttert werden.

us: Bubenzer, R.H.: Ernährungsbedingte Erkrankungen VIII - Ernährung im Krankheitsfall. SV Zeitung, Augsburg: 5/1996.

Viele Gifte werden erst durch Speicherung im Körper gefährlich

Erh√∂hte Mengen von anorganischen Giftstoffen (z.B. Blei, Arsen, Fluor, Kupfer) k√∂nnen unter bestimmten Bedingungen in Futtermitteln tierischer Herkunft vorkommen, da diese Schwermetalle sich in manchen Geweben anreichern. So werden Fluor und Blei vorrangig in Knochen gespeichert, Kupfer in Leber und Niere, Arsen in Leber und Haaren, Quecksilber in der Niere. Aber auch der Hund speichert diese Gifte. Z.B. das √ľber sein Futtergeschirr (s.o.) aufgenommene Blei in den Knochen. Folgen k√∂nnen Appetitlosigkeit, Erbrechen, Verstopfung, Schmerzen, Krampfanf√§lle, Blutarmut oder Nierensch√§den sein. Bei den organischen Giften, also Substanzen die vor allem aus Kohlenstoff und Wasserstoff aufgebaut sind, sind vor allem die chlorierten Kohlenwasserstoffe zu nennen, die v.a. in importierten Futtermitteln noch vorkommen k√∂nnen. Sie werden vorrangig im Fett gespeichert, ohne jedoch den Gesundheitszustand in jedem Fall zu beeinflussen. Wird das Fettgewebe aber abgebaut (Abmagerung, Laktation), sind St√∂rungen m√∂glich (u.a. bei Saugwelpen durch erh√∂hte Aufnahme √ľber die Muttermilch). Als nat√ľrliche Gifte werden Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln bezeichnet, die bei einseitiger Verwendung oder ungen√ľgender Zubereitung sch√§dlich f√ľr den Hund sein k√∂nnen. Ein Beispiel sind die Trypsin-Hemmstoffe. die z.B. in rohem Eiklar oder rohen Sojabohnen enthalten sind. Sie hemmen die Wirkung eiwei√üverdauender Fermente und f√ľhren so zu St√∂rungen des Verdauungssystems. Umweltgifte schlie√ülich k√∂nnen dem Hund ebenfalls gef√§hrlich werden. Beispielsweise wenn er aus Pf√ľtzen oder Gew√§ssern trinkt, die Wasser aus intensiv mit stickstoffged√ľngten Feldern enthalten. Aber auch organische D√ľngemittel k√∂nnen schwere Vergiftungen hervorrufen, z.B. nach Aufnahme von Gartend√ľnger, der Rizinussamen enth√§lt. Solche D√ľnger, die h√§ufig mit Hornsp√§nen vermischt werden, besitzen f√ľr Hunde offenbar eine hohe Akzeptanz. Das im Rizinussamen enthaltene Ricin wirkt f√ľr Hunde bereits in geringen Mengen hochgiftig.

Von entscheidender Bedeutung f√ľr die krankheitsvorbeugende Ern√§hrung von Hunden ist also die Verwendung artgerecht auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zusammengesetzter Vollnahrung. Gesundheitsst√∂rungen und Erkrankungen der beschriebenen Art brauchen nicht bef√ľrchtet zu werden, wenn hochwertig verarbeitete Vollnahrungen verwendet werden. Der Grund liegt in den hohen Qualit√§tsanforderungen, die an die Rohmaterialien gestellt werden. Die st√§ndige Qualit√§tskontrolle der Einzelfuttermittel, z.B. vom Schlachthof garantiert, genauso wie die Qualit√§tskontrollen bei der Produktion, dass qualitativ hochwertige Vollnahrungen hergestellt werden, die frei von Schad- oder Giftstoffen ist. Zudem ist bei bedarfsgerechter F√ľtterung weder ein Mangel an lebensnotwendigen N√§hrstoffen noch ein √úberschuss zu bef√ľrchten. Werden schlie√ülich einseitige N√§hrstoffmangel sowie -√ľberversorgungen vermieden und die Vollnahrung in bedarfsgerechter Menge verf√ľttert, sind die besten Effekte in Hinsicht Gesundheitsvorsorge, Leistungsf√§higkeit, Fellzustand, Fortpflanzungsf√§higkeit oder Lebensdauer zu erzielen.

Ernährungsbedingte Durchfälle

Verdauungsst√∂rungen und Durchf√§lle entstehen oft durch ungen√ľgende Verdauung von Kohlenhydraten und Eiwei√üen. Und zwar, weil ein √úberangebot an N√§hrstoffen besteht oder bestimmte Verdauungsfermente fehlen. Einseitige F√ľtterung von Futtermitteln mit hohem Gehalt an Milchzucker (Milch, Schokolade), Rohrzucker (S√ľ√üigkeiten), schwer verdaulichen Kohlenhydraten (H√ľlsenfr√ľchte, rohe Kartoffeln) oder z.B. hitzegesch√§digten oder verdorbenen Eiwei√üen (Fischmehle, Milchprodukte) kann dann leicht zu Durchfall f√ľhren. Eiwei√üfuttermittel, die Ferment-Hemmstoffe (z.B. Trypsin-Hemmer) enthalten, k√∂nnen die Eiwei√üverdauung behindern und zu Krankheitsbeschwerden f√ľhren (z.B. rohe Eier, rohe Sojabohnen).
Viele Magen-Darm-Parasiten (z.B. Sporentierchen, Spul-, Haken- oder Peitschenw√ľrmer), wie sie √ľber Schlachtabf√§lle aufgenommen werden k√∂nnen, verursachen Erkrankungen des Verdauungstraktes mit Durchf√§llen. Da solche Erkrankungen dank vorbeugender Ma√ünahmen seltener geworden sind, muss bei massivem Auftreten von Parasiten immer auch an eine Abwehrschw√§che des Tieres gedacht werden. Sind n√§mlich nicht alle N√§hrstoffe, die ein aktives Abwehrsystem braucht, in der Nahrung enthalten, kommt es schneller zu einem Parasitenbefall oder zu Infektionen. Besonders wichtig sind Vitamin A und E sowie hochwertiges Eiwei√ü. Bakterien sind relativ selten f√ľr infekti√∂se Durchfallerkrankungen verantwortlich. Meistens handelt es sich um Salmonellen, die in verseuchten, frischen Schlachtabf√§llen vorkommen. Salmonellen k√∂nnen sich aber auch st√§ndig im Darm von Hunden aufhalten, ohne irgendwelche Krankheitsbeschwerden hervor zu rufen. Erst wenn eine fehlerhafte Ern√§hrung zu einer St√∂rung der Darmbakterien-Besiedlung f√ľhrt, treten salmonellenbedingte w√§ssrige und sogar blutige Durchf√§lle auf. Viren sind eine sehr h√§ufige Durchfallursache, besonders beim Junghund. Allerdings werden die Krankheitserreger meistens nicht durch befallene Nahrungsmittel √ľbertragen.
Vergiftungen sind seltener Ursachen f√ľr Verdauungsst√∂rungen. Neben der Aufnahme von Thallium, Blei, Arsen, oder Organophosphaten ist an verseuchte oder verdorbene Futtermittel zu denken. So k√∂nnen vermilbte Trockenfutter oder andere, beim Futterverderb entstehende Stoffe Durchf√§lle hervorrufen. Besonders verschiedene Pilzgifte (Mykotoxine) sind als Ausl√∂ser von Erbrechen und Durchfall von praktischer Bedeutung. In verdorbenen Futtermitteln sind auch Bakteriengiftstoffe (Toxine) zu erwarten, die Durchf√§lle ausl√∂sen oder beg√ľnstigen k√∂nnen.

© Quelle: www.fressi-fressi.de

Weitere Informationen hierzu findet  Ihr unter: www.fressi-fressi.de/series/series_food_14a_ernaehrungsbedingte_erkrankungen_2.htm



Wichtig - Weintrauben - Rosinen o. ä. in dieser Form !!

Bei all diesen Informationen habe ich ganz vergessen zu erw√§hnen, dass Weintrauben f√ľr Hunde t√∂dlich sein k√∂nnen. Auch wenn es diverse widerspr√ľchliche Berichterstattungen und Meinungen gibt, nehmt diese Warnung bitte trotzdem ernst. Schon drei Weintrauben k√∂nnen ausreichen, um einen Hund in Joanas Gr√∂sse zu t√∂ten.

Und hier die entsprechenden Informationen

Europäische Weintraube, Weinrebe, Weinstock

Vitaceae, Weinrebengewächse

Verbreitung: In Rebbaugebieten, in S√ľdosteuropa bis Westasien.

 

Beschreibung:

Bis 30m hoch kletternder Strauch mit blattgegenständigen Ranken, ohne Haftscheiben.
Bl√§tter: im Umriss rundlich, ¬Ī tief radi√§r 3- oder 5-teilig, Durchmesser 5-15 cm.
Bl√ľtenstand: l√§ngliche Rispe.
Bl√ľten: gelbgr√ľn, mit 5 an der Spitze verwachsenen, 4-5 mm langen und gemeinssam als Haube abfallenden Kronbl√§tter; 5 Staubbl√§tter.
Frucht: gelblich-gr√ľne oder violette Beere.

 

Verwechslungsgefahr:       Andere Vitaceae-Arten

Giftige Pflanzenteile:         Alle Pflanzenteile.

Toxizit√§tsgrad:                Hund: stark giftig ++

Hauptwirkstoffe

L√∂sliches Oxalat, Calciumoxalat; Glucose und Fructose (Monosaccharide: reife Fr√ľchte >15%, Rosinen> 40%).

Wirkungsmechanismen

Es ist nicht bekannt, warum Weintrauben f√ľr Hunde in gr√∂sseren Mengen ein Nierenversagen bewirken. Es wird eine nephrotoxische oder idiosynkratische Reaktion (Anaphylaxie) vermutet, die zu hypovol√§mischem Schock und renaler Ischaemie f√ľhrt.

Toxische Dosis

Hund: 10-30 g Weintrauben/kg K√∂rpergewicht, entspricht 10-12 g Monosaccharide/kg K√∂rpergewicht.

Klinische Symptome

Hund: Erbrechen, Lethargie, Abdominalschmerzen innerhalb Stunden; akutes Nierenversagen mit Oligurie oder Anurie innerhalb 24-72 Stunden, Tod.
Labor: Azotämie mit stark erhöhtem Harnstoff, Kreatinin, Hyperkalzämie und Hyperphosphatämie; erhöhte Amylase. Alle Werte sind im Serum nachweisbar.

Therapie

Dekontamination / Symptomatische Therapie (siehe Notfalltherapie). Intensives Management nötig, peritoneale Lavage empfohlen.

Quelle und © Institut f√ľr Veterin√§rpharmakologie und -toxikologie

Winterthurerstrasse 260, 8057 Z√ľrich, Schweiz
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