letztes Update: 16.04.201765

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Die Schöpfungsgeschichte des Maltesers
Ein Märchen von Evelyn Trella

 

Engelchen und Teufelchen
 



Es war schon eine Weile her, seit der liebe Gott die Erde und die Menschen erschaffen hatte.

Auch der Sündenfall war schon passiert, und die Menschen lebten nicht mehr im Paradies und mussten sich recht plagen.

Die Engel hatten das Treiben dort unten schon länger mit gemischten Gefühlen betrachtet.

Was konnte man bloß tun, um den Menschen ein wenig zu helfen? Wie konnte man Ihnen das Leben ein wenig erleichtern? Wie ein bisschen mehr Freude, Liebe und Glück in Ihr Dasein bringen? Plötzlich hatte einer der Engel, Teoael, eine Idee, Sie flüsterten eifrig miteinander und befanden die Idee ihres Engelfreundes Teoael gut.

Der liebe Gott sollte gebeten werden den Menschen ein engelsgleiches Geschöpf zur Seite zu stellen: Es sollte ein Tier sein. Am besten ein kleiner Hund und alle Engel waren von dieser Idee total begeistert.

Man beschloss also, daß jeder ein Stück von sich selber spendete, um dieses engelsgleiche Wesen erschaffen zu können.

Der große Tag rückte immer näher, und eines Morgens war es dann so weit. Alle Engel fanden sich in dem großen, Licht durchfluteten Saal ein. Überall blitzten ein paar vorwitzige Sterne hervor, weil sie neugierig waren und auch etwas von dem großen Ereignis mitbekommen wollten. Manche waren schon ganz müde und man konnte ihr strahlen und flimmern kaum noch sehen, weil Sterne eigentlich des Tages schlafen. Die Posaunen bliesen und die Harfenengel spielten ihr schönstes Lied zu Ehren dieser honorigen Versammlung.

Der liebe Herrgott saß auf seinem Thron und empfing seine himmlischen Heerscharen.

Der Sprecher der Engel Raphael trat vor und sagte: "Mein lieber Herr und Gott, wir schauen uns das Elend auf der Welt schon eine Weile an und sind der Meinung, wir sollten den Menschen einen kleinen Engel schicken, der sie trösten kann und ihnen ein wenig Wärme und Liebe schenkt."

"Ja, wie habt Ihr Euch das denn vorgestellt", fragte Gott.

Da traten die Engel geschlossen vor. Einer stellte eine prächtige goldene Schale auf eine Marmorsäule und trat zurück. Dann kam der nächste und schnitt sich eine Strähne seines güldenen Engelshaares ab und legte es in die Schale, der nächste zupfte sich eine weiße Feder aus seinen Flügeln. Einer stach sich in den Finger und ein roter Blutstropfen fiel in die goldene Schale. Einer legte eine silberne Wimper hinein, wieder einer einen seiner silbernen Fingernägel. So füllte sich die Schale langsam mit den erlesenen Kostbarkeiten, als mit einem Geheule und Getöse die Himmelstür aufgerissen wurde und der Teufel hämisch lachend in der Tür stand. Ein heißer Sturm wehte Russpartikel in den Raum und natürlich auch in die golden Schale der Kostbarkeiten.

Der Teufel hatte Wind bekommen von dem großen Ereignis, den Menschen ein Lebewesen an die Seite zu stellen, das ihnen das Leben erträglicher machen sollte und hoffte, den Plan zu durchkreuzten, aber er hatte nicht mit den Türwächtern gerechnet, die ihn sofort packten und entfernten.

Vorher faucht er aber noch voller Wut eine Wolke aus glühend heißem Feuerstrahl und Russ durch den Raum. Alle waren geschockt und entsetzt, aber der liebe Gott beruhigte sie und sprach: "Der Fürst der Hölle kann euch nichts anhaben und dem neuen Leben auch nicht, denn ich bin der Herr und habe meine schützende Hand über Euch und alle Lebewesen".

Dann verdunkelte sich der Himmel für einen Moment und ein Raunen ging durch die Versammlung. Mit einem silbernen Glockenklang und den wärmenden Strahlen der Sonne erschien ein kleiner Hund mit langem, schneeweißem Haarkleid, das in der Sonne schimmerte wie gesponnenes Gold. Seine Bewegungen waren so anmutig, Man glaubte kaum daß er lief, sondern man hatte das Gefühl, er schwebt über den Boden. Aber was war das, seine Augen, die Nase und die Krallen waren schwarz wie Ebenholz, und seine Haut schimmerte ein kleines bisschen rosa.

Da hatte wohl doch der Teufel ein paar Russpartikel zurück gelassen und noch heute sieht man im Sommer die kleinen Pigmentflecken, wie Sommersprossen auf der zarten Malteserhaut.

Der Teufel aber, nicht untätig, ließ in der Hölle das Feuer schüren und einen großen Topf aufstellen. "So, ihr Teufelsbraten", schrie er seine Teufel an, "schmeißt was von Euch in den Topf, damit ich auch so ein Geschöpf machen kann, aber eines, das das Gegenteil von diesem sanftmütigen Geschöpf ist. Wir machen einen richtigen kleinen Satansbraten". Sprach´s, sie setzten das Wort in die Tat um.

Und was geschah......?

Heraus kam................ein Yorkshire Terrier, Blue & Tan. Seidiges Haar, aber blau wie Stahl auf dem Rücken, roter Bart und spitze Stehohren.

Der Malteser ist - auf der Sonneninsel Malithea beheimatet - wurde der Liebling der Reichen und Schönen und tummelte sich an den Königshöfen als Liebling der Damenwelt. Schon die Pharaonen hielten Malteser. Dieser Hund hatte nie eine andere Aufgabe als den Menschen Freude und Glück zu bringen.

Frauen legten ihn auch als Heilmittel auf den Bauch um die Regelschmerzen zu lindern.

Dieses Märchen wurde von Evelyn Trella erfunden, jede Vervielfältigung oder Veröffentlichung ohne ihre Erlaubnis ist strafbar. www.moonwalker-malteser.de
 

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